Slogan: Man hat nur einen Bewegungsapparat.

Besenreiser (in der Fachsprache der Inneren Medizin als spezielle Unterform der Varikose definiert) sind kleine modifizierte, direkt unter der Hautoberfläche liegende und in das subkutane Fettgewebe reichende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen.

Sie werden häufig auch fälschlich Besenreißer geschrieben, wodurch eine scheinbare Verwandtschaft zum Verb „reißen“ vorgetäuscht wird. Tatsächlich kommt der zweite Wortbestandteil aus der Botanik, wo Reiser so viel wie Zweig bedeutet (s. a. Reisig); durch die äußerliche Ähnlichkeit der Äderchen zu den dünnen Reisigästchen, die bis ins vergangene Jahrhundert hinein zu (Kehr-)Besen verarbeitet worden waren, kamen die Besenreiser also zu ihrem Namen.

Grossflächig treten sie hauptsächlich an den Beinen auf und entstehen, wenn tiefer liegende Venenklappen undicht werden und den normgerechten Abstrom des Blutes Richtung Herzen unterlassen. Durch permanent erhöhten Druck in den feineren Äderchen büßen diese im Laufe der Zeit ein Vielfaches ihrer ursprünglichen Elastizität ein. Die Venen weiten sich und werden als rot-bläuliche geschlängelte Gefäßstrukturen sichtbar. Diese Form der Besenreiser hat mit Narben zunächst einmal nicht zu tun.

Lokale Besenreiser haben allerdings häufig einen erhöhten Gewebsdruck in der Tiefe als Ursache. Das venöse Blut wird notgedrungen über oberflächliche kleine Hautvenen geleitet und diese weiten sich auf. Diese Besenreisser verschwinden nach Lösen der Spannung oft vollständig.

Obwohl Besenreiser ohne Beteiligung des übrigen Venensystems an sich keine Krankheit im medizinischen Sinne sind, stellen sie für viele Menschen ein bedeutsames kosmetisches Problem dar.