Slogan: Man hat nur einen Bewegungsapparat.

Myofasziale Triggerpunkttherapie

Trigger, Hartspann, Myogelosen, “Muskelrosten”

Bezeichnen Bereiche des Muskels, die in ihrer Stoffwechsellage dauerhaft verändert sind. Entweder folgt daraus ein Ruheschmerz (aktive Trigger) oder sie reagieren nur auf Druck (passive Trigger). Da der Muskel aus vielen kleinen Untereinheiten besteht, sind die betreffenden Bewegungsrichtungen auf jeden Fall eingeschränkt, die Elastizität ist insgesamt vermindert. Man spricht auch von “Muskelrosten”.

Da ein Muskel aber nur sehr selten alleine arbeitet, sondern mit funktionell anderen Muskeln zusammengeschaltet ist, resultiert eine Spannungserhöhung der gesamten Funktionskette. Dies zieht häufig eine Überlastung an anderer Stelle nach sich, es entstehen Fernschmerz, Bewegungseinschränkungen, Sehnenreizungen, Gelenkbeschwerden.

Entwicklung

Die Ursprünge der Triggerpunkttherapie wurden vor etwa einhundert Jahren in Deutschland gelegt, in den USA hat man die komplexen Zusammenhänge später besser untersucht und katalogisiert.

Die Behandlung erfolgte zunächst durch spezifische manuelle physiotherapeutische Behandlungstechniken, eventuell unterstützt mit einer Kältespraytechnik, Nadelungen des Triggerpunktes mit Akupunkturnadeln (“dry needling”) oder Injektionen von Lokalanästhetikum in den Triggerpunkt.

Swiss Approach

Schweizer Kollegen entwickelten weitere Therapie-Werkzeuge, um den Druck der Finger zu intensivieren. Dies funktioniert bereits recht gut, ist für den Patienten allerdings mit einigem Schmerz verbunden.

Seit wenigen Jahren gibt es spezielle Geräte, welche die Verhärtungen und Gewebequellungen mit intensiven Schallwellen präziser aufspüren und effizient auflösen. Da der Schall pulsierend direkt am Ort der krankhaften Veränderung einwirkt, ist die Behandlung wesentlich angenehmer, nachhaltiger und zeitsparender. In der Folge kann man sich besser um die eigentlichen Ursachen der Entstehung kümmern, um diese auszuschalten.